EnEV Berechnungen für Einfamilien-/Mehrfamliengebäude

Themen und Felder der deutschen Klimaschutzpolitik

Reduktion derTreibhausgasemissionen

Auf nationaler Ebene hat sich Deutschland mit dem Energiekonzept 2010 ambitionierte Zielen zur Reduktion von Emissionen gesetzt: Bis zum Jahr 2020 sollen die Emissionen um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 gemindert werden, bis 2050 soll eine Reduktion der Emissionen um 80 bis 95 Prozent (im Vergleich zu 1990) erreicht werden. Diese Ziele wurden im Koalitionsvertrag erneut bekräftigt.

Ausbau Erneuerbarer Energien

Die Bundesregierung strebt bis Mitte des Jahrhunderts an, mindestens 60 Prozent des gesamten Bruttoenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu decken. Zusätzlich dazu ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben, den Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung auf 40 bis 45 Prozent im Jahre 2025 und 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035 anzuheben.

Energieeffizzienz

Eine Steigerung der Energieeffizienz dämpft den Anstieg der Energiepreise, senkt die Abhängigkeit von Energieimporten, mindert den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen, erhöht die Versorgungssicherheit und wirkt Energieverteilungskonflikten entgegen. Eine Ausweitung des Energieangebots wäre deutlich teurer als der Aufwand für eine adäquate Energieeinsparung.

Reduktion der Treibhausgase in anderen Sektoren

Nicht nur in der Energiewirtschaft werden Treibhausgase emittiert. Beachtliche Anteile kommen auch aus anderen Sektoren, zum Beispiel der Abfallwirtschaft, der Landwirtschaft, sowie aus der Landnutzung und Landnutzungsänderung.

Wirtschaftliche Chancen des Klimaschutzes

Mit seiner ambitionierten Klima- und Energiepolitik wird Deutschland seiner globalen Verantwortung im Kampf gegen den Klimawandel gerecht. Gleichzeitig wahrt Deutschland sein wirtschaftliches Interesse: In naher Zukunft werden Unternehmen zunehmend vor die Herausforderung gestellt sein, mit immer knapper werdenden fossilen Energieressourcen und somit steigenden Energiepreisen zu wirtschaften. Durch die Umstellung auf erneuerbare Energien und die Förderung der Energieeffizienz stellt die Bundesregierung eine erfolgreiche Anpassung der Wirtschaft an diese neuen Rahmenbedingungen sicher.

 

Klimapolitische Instrumente der Bundesregierung

Die Bundesregierung begegnet dem Klimawandel mit einem ausgewogenen und effizienten Mix aus unterschiedlichen Instrumenten. Ökonomische Mechanismen sorgen dafür, dass Treibhausgase dort eingespart werden wo es am günstigsten ist, bzw. dass die Reduktion von Emissionen gleichzeitig Entwicklungsländern in Form von ausländischen Investitionen zu Gute kommt. Gesetze und Verordnungen einen ordnungspolitischer Rahmen und Anreize für mehr Klimaschutz. Zusätzlich flankieren Förderprogramme die nationale Klimapolitik, welche zum Beispiel Projekte zur Technologieforschung, zum Einsatz erneuerbarer Energien oder zur Energieeffizienz anstoßen.

Ökonomische Mechanismen

  • Europäischer Emissionshandel
  • Kyoto Mechanismen

Gesetze und Verordnungen

  • Erneuerbare Energie Gesetz EEG
  • Energieeinsparverordnung EnEV
  • Chemikalienklimaschutzverordnung

Förderungen

  • Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fördert eine Vielzahl von Klima Projekten.

 

Die Energieeinsparverordnung ist ein wesentliches Instrument um die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung zu verwirklichen. Entstehung der EnEV bis heute:

Jahr Verordnungen, Gesetze, Richtlinien EU Zielsetzungen
1977 Wärmeschutzverordnung Nov 1977 wurde 1984 und 1995 novelliert Reduzierung Energieverbrauch in Gebäuden 1976. Beschlossenes Energieeinspargesetzt EnEG.
1992 Heizungsanlagen Verordnung HeizAnV 1992
Verordnung wurde durch die EG Richtlinie 93/68/EWG notwendig
letzte Novellierung 1998
Wirkungsgrad Definitionen von flüssig/fest betriebenen Kessel
2002 2002 wurden die WärmeschutzV und HeizAnV in die Energieeinsparverordnung EnEV übergeführt.
Zweite Fassung der EnEV 2007 wurde durch die EU Effizienzrichtlinie für Gebäude 2002/91/EG notwendig. Dritte Fassung EnEV2009
Zielsetzung war die Verbesserung der Energie Effizienz von Gebäuden.
2014

2016
Eine weitere Novellierung wurde notwendig durch die Neufassung der EU Richtlinie für gesamt Energie Effizienz von Gebäuden 2010/31/EU, 2009/28/EU (Einsatz erneuerbarer Energien und die Effizienzrichtlinie von 2012 2012/27/EU mit Wirkung vom 1 Mai 2014. EnEV 2014 und die EnEV 2016 zur Reduzierung des Primär Energiebedarfs für Wohn- und Nichtwohngebäuden Zielsetzung Reduzierung des Primärenergieverbrauches, die Definition von „nearly zero energy buildings“ ab 2017 und Einbeziehung von Nichtwohngebäuden in die Berechnungsmethodik für Effizienzsteigerungen